Studie zur Erfassung der Wahrnehmung körperinnerer Signale (Interozeption)

Jedes Jahr sind in Deutschland etwa 27,8% der erwachsenen Bevölkerung von einer psychischen Erkrankung betroffen, das entspricht 17,8 Millionen Menschen. Die zwei häufigsten Störungsbilder sind Angststörungen, gefolgt von depressiven Störungen. Die Behandlung dieser Erkrankungen stellt noch immer eine große Herausforderung dar. Ein neuer, vielversprechender Zugangsweg, um psychischen Erkrankungen zu begegnen, ist die Interozeption.
Interozeption beschreibt die Wahrnehmung körperinnerer Signale wie beispielsweise unseres Herzschlags oder unserer Atmung. Verschiedene Studien konnten einen Zusammenhang zwischen einer veränderten Fähigkeit zur „inneren Wahrnehmung“ und psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen sowie Essstörungen feststellen. Die Bestimmung der Interozeptionsfähigkeit erfolgt über verschiedene Kenngrößen, wobei eine dieser Kenngrößen die sogenannte „interoceptive prediction accuracy“ ist – ein Diskrepanzmaß zwischen der Einschätzung der Intensität eines angekündigten interozeptiven Reizes und der im Anschluss an die Darbietung tatsächlich erlebten Intensität des Reizes.
Inhalt dieser Studie ist es, ein neu entwickeltes Testverfahren zur Erfassung dieser „interoceptive prediction accuracy“ auf seine Gütekriterien zu überprüfen. Das bedeutet, dass dieser Test zunächst an gesunden StudienteilnehmerInnen durchgeführt wird und die gewonnen Daten analysiert werden. Im Nachhinein kann ein Vergleich der Daten mit den Ergebnissen von vorher durch die ProbandInnen ausgefüllten Fragebögen zu verschiedenen Kenngrößen psychischer Gesundheit erfolgen. Dies könnte Aufschluss darüber liefern, ob und inwiefern ein Zusammenhang zwischen einer veränderten interozeptiven Wahrnehmung und dem Auftreten psychischer Erkrankungen besteht.


Untersuchungen:

  • Durchführung eines Testverfahrens zur Erfassung der Interozeptionsfähigkeit anhand des Atmungssystems und Schmerzempfindens.
  • Anwendung verschiedener Atemwiderstände und leichter Schmerzreize. Getestet wird, wie genau eine Einordnung verschiedener Reizstärken möglich ist.
  • Beantworten von Fragebögen zur psychischen Gesundheit und der Wahrnehmung körperinnerer Signale im Alltag.

Untersuchungsdauer:

  • Gesamtdauer 1,5 Stunden an einem Termin.

Aufwandsentschädigung:

  • 15€ oder 1,5 - 2 Versuchspersonenstunden nach vollständiger Teilnahme.

Teilnahme:

Wenn Sie Interesse haben, an dieser Studie teilzunehmen, dann melden Sie sich gerne per E-Mail unter Angabe Ihres vollständigen Namens und einer Telefonnummer für eventuelle Rückfragen.

Kontaktemail: nicolas.wilzok@uniklinikum-dresden.de

Adresse

Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik Fetscherstraße 74 01307 Dresden

Kontakt

Nicolas Wilzok Telefon: 0351 458 19793 E-Mail

Kurzinformation

ist als Studie eingereicht

männlich weiblich

Seelische Gesundheit

normalgewichtig psychischer Gesundheitszustand

akute oder chronische körperliche Vorerkrankungen Rauchen

in Arbeit Schüler Student arbeitssuchend sonstiges

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