Neurologie

Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick zu unseren aktuellen klinischen Studien

Die Dresdner Hochschulmedizin ist führend in der Therapie komplexer, besonders schwerer oder seltener Erkrankungen. Durch die enge Verzahnung von Forschung, Lehre und Krankenversorgung können innovative Therapiemethoden und neueste Erkenntnisse aus der Forschung schnell und auf direktem Weg in die Behandlung unserer Patienten eingebracht werden.

Um neue Behandlungsformen, Therapien oder Medikamente auf ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit zu prüfen, sind klinische Studien erforderlich. Die Dresdner Hochschulmedizin führt zahlreiche solcher klinischen Studien durch. Durch die Teilnahme an klinischen Studien erhalten Patienten die Möglichkeit, sich auf freiwilliger Basis sehr frühzeitig und unter strengen Kontrollbedingungen neuen Therapiemethoden, Arzneimittelanwendungen oder anderen medizinischen Interventionen zu unterziehen.

Essverhalten bei Patienten mit Parkinson im Vergleich zu gesunden Kontrollen (EBePa-Studie)

Bei der EBePa- Studie wird an einem Termin mit einer Dauer von ca. 4 Stunden in den Räumlichkeiten der Neurologischen Ambulanz durchgeführt und besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil werden neben einer Anamneseerhebung bei den Teilnehmern motorische und nicht-motorische Symptome anhand von validierten Fragebögen und Skalen durch einen Bewegungsstörungs-Spezialisten beurteilt (z.B. Schluckuntersuchung, Riech-und Geschmackstestung, Gedächtnisprüfung). Im zweiten Teil werden die Probanden gebeten, ein standardisiertes Gericht (Kartoffelsalat, Wiener Würstchen, Apfelmus und Wasser) zu verzehren. Es erfolgt während der Mahlzeit eine video-basierte (zwei Videokameras) und Smartwatch-basierte (Tragen je einer Smartwatch an beiden Handgelenken) Beobachtung des Probanden. Anschließend wird weiterhin unter Video- und Smartwatch-Beobachtung eine standardisierte motorische Beurteilung durchgeführt. Ziel dieser Pilot Studie ist es, das Essverhalten bei Parkinsonpatienten in verschiedenen Stadien der Erkrankung zu beschreiben und herauszufinden, ob Unterschiede im Essverhalten zwischen 1) Parkinsonpatienten im frühen und im späten Stadium, 2) Parkinsonpatienten im frühen Stadium und gesunden Kontrollen und 3) Parkinsonpatienten im späten Stadium und gesunden Kontrollen existieren.

Objektivierung von Mental Effort in Handlungskontrollaufgaben mit Hilfe der Pupillometrie und EEG

Bei der Bearbeitung einer Aufgabe spielt die Motivation eine wichtige Rolle und bestimmt die Menge an aufgebrachter mentaler Energie. Dies ist insbesondere wichtig, bei der Untersuchung von Patienten mit psychischen Erkrankungen, da angenommen wird, dass bei diesen Erkrankungen einerseits die Fähigkeit bestimmte Aufgaben adäquat zu bearbeiten eingeschränkt ist, zum anderen aber auch motivationale Probleme bestehen. Bisher kann die investierte mentale Energie nur über Fragebögen erfasst und geschätzt werden, es fehlt an einer objektiven Messmethode. Aktuelle Forschung konnte zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen dem Pupillendurchmesser und der Menge der investierten mentalen Energie besteht. Neben der mentalen Energie wird die Größe der Pupillen jedoch auch von vielen anderen Prozessen beeinflusst.