Seelische Gesundheit

Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick zu unseren aktuellen klinischen Studien

Die Dresdner Hochschulmedizin ist führend in der Therapie komplexer, besonders schwerer oder seltener Erkrankungen. Durch die enge Verzahnung von Forschung, Lehre und Krankenversorgung können innovative Therapiemethoden und neueste Erkenntnisse aus der Forschung schnell und auf direktem Weg in die Behandlung unserer Patienten eingebracht werden.

Um neue Behandlungsformen, Therapien oder Medikamente auf ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit zu prüfen, sind klinische Studien erforderlich. Die Dresdner Hochschulmedizin führt zahlreiche solcher klinischen Studien durch. Durch die Teilnahme an klinischen Studien erhalten Patienten die Möglichkeit, sich auf freiwilliger Basis sehr frühzeitig und unter strengen Kontrollbedingungen neuen Therapiemethoden, Arzneimittelanwendungen oder anderen medizinischen Interventionen zu unterziehen.

Servier-Studie

Die Studie untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit eines Studienmedikamentes bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit einer Autismus-Spektrum- Störung im Vergleich zu einer Behandlung mit Placebo.

Neuronale olfaktorisch-emotionale Interaktion bei Depression

Aufgrund eines gemeinsamen evolutionären Ursprungs gibt es große Gemeinsamkeiten in der Verarbeitung von Gerüchen und Emotionen. Diese Tatsache geht zurück auf die Besonderheiten der Gehirnentwicklung beim Menschen. Von großem Interesse ist dabei aktuell ein Gehirnareal, das als Insel bezeichnet wird. Neben der Geruchsverarbeitung ist die Insel sehr wichtig für die emotionale Salienz. Dieser Bereich zeigt nun Veränderungen in Aktivierungsmustern von depressiven Patienten und Patientinnen, welche wir im Vergleich zu gesunden Kontrollprobanden untersuchen möchten.

Evaluation eines neuen Medikaments zur Behandlung von Kindern & Jugendlichen mit ASS

Kinder und Jugendliche mit einer Autismus-Spektrum-Störung zeichnen sich durch Auffälligkeiten im Bereich der sozialen Interaktion und der Kommunikation, sowie durch begrenzte, repetitive und stereotype Verhaltensmuster aus. Sie haben zumeist Schwierigkeiten in der Verarbeitung von sozialen Informationen und Gefühlen, die sich u. a. in Defiziten der Perspektivenübernahme und der Empathie widerspiegeln.

REDOMindApp - Interventionsstudie zur Erforschung neurobiologischer Grundlagen von Zwangsstörungen

Diese Studie zu Zwangsstörungen besteht aus 2 Teilbereichen: REDO: Dieser Bereich der Studie untersucht, ob sich von einer Zwangsstörung betroffene Jugendliche sich anders verhalten als nicht-betroffene Jugendliche, wenn es darum geht Belohnungen zu erzielen und Verluste zu vermeiden und ob potenzielle Veränderungen dabei auf eine veränderte Aktivierung des neuronalen Belohnungssystems zurückzuführen sind. Weiterhin soll untersucht werden, inwieweit Jugendliche mit Zwängen bestimmte Emotionen (durch Wörter oder Bilder ausgelöst) anders verarbeiten als nicht-betroffene Jugendliche und welche Hirnregionen dabei aktiviert sind. MindApp: Dieser Studienbereich untersucht die Veränderbarkeit der Gehirnaktivität durch Achtsamkeitsübungen (per Smartphone-App) bei Jugendlichen mit Zwangsstörungen.

Einfluss der Modulierbarkeit der Hirnaktivität auf die Wirkung von Methylphenidat (Thetamod_MPH)

Die aktuelle Studie verbindet zwei Grundlagenstudien miteinander („Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und umschriebener Entwicklungsstörung motorischer Funktionen (UEMF) – Effekte verschiedener Therapieformen auf motorische und attentionale Fertigkeiten sowie Handlungskontrollfunktionen“ und „Modulating frontostriatal regulations of attentional control and selective perception: enhancing dopamine signaling and frontal cortical excitability in aging and attentional deficit hyperactivity disorder“).

Die Rolle des Kleinhirns im Kontext kognitiver Kontrolle (cere_tDCS)

Im Rahmen dieser Studie werden Hirnregionen stimuliert (mit Hilfe von transkranieller Gleichstromstimulation, kurz: tDCS). Bei der tDCS werden Ihnen drei Elektroden am Kopf befestigt. Zwischen den Elektroden wird ein schwacher Stromfluss erzeugt, sodass es zur Aktivitätsveränderung darunterliegender Gehirnareale kommt. Wir wollen untersuchen, wie und über welche Mechanismen diese Aktivitätsveränderung die Ausführung oder Hemmung verschiedener Handlungen beeinflusst.

Anamnestische Marker von Entwicklungsstörungen - Zeugnisprojekt

Anamnestische Daten zu Entwicklungsdaten werden in der Klinik routinemäßig erhoben. Es fehlen jedoch systematische Untersuchungen, inwieweit sich aus den anamnestischen Entwicklungsdaten konkrete Profile ergeben, die auf spätere spezifische Erkrankungen hinweisen. In dieser Studie sollen routinemäßig erhobene Entwicklungsdaten qualitativ mit einer gezielten Nachexploration verglichen und in Perspektive gesetzt werden zur klinischen Diagnose im Jugendalter.

Neurobiologie der Anorexia Nervosa (Magersucht)

Essstörungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen des Jugend- und Erwachsenenalters. Magersucht ist durch einen selbst verursachten Gewichtsverlust oder eine unzureichende altersentsprechende Gewichtszunahme, Angst vor Gewichtszunahme, eine ausgeprägte Körperschemastörung und das Ausbleiben der Monatsblutung gekennzeichnet. Aktuell ist das Wissen über die Mechanismen und die Ursachen der Magersucht immer noch gering, nicht alle Patientinnen können erfolgreich behandelt werden. Ziel der Studie sind zum einen Erkenntnisse darüber, ob die Wahrnehmung und Verarbeitung bestimmter Reize aus der Umwelt (z.B. Belohnungen) bei akut erkrankten und ehemaligen Patientinnen mit Magersucht anders erfolgt als bei nicht betroffenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Zum anderen sollen Zusammenhänge mit dem Hormonhaushalt und bestimmten Botenstoffen im Gehirn untersucht werden.

Autismusspezifische Frühintervention (AFFIP)

Ca. 1% aller Kinder und Jugendlichen leiden an einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS). Aktuell geht man davon aus, dass ASS bleibende Erkrankungen sind, die bis in das Erwachsenenalter andauern. Mit fundierter und insbesondere früher Therapie lassen sich jedoch bei vielen Kindern Verbesserungen der Autismussymptomatik erreichen.

MATRIX-Studie - Studie zur Evaluation von Suchttherapieprogrammen

Drogen-/Alkoholsucht wirkt sich schwerwiegend auf Gesundheit, Schule oder Arbeit, aber auch auf die Familie und den Freundeskreis aus. Dies zieht häufig Schulabbrüche, Trennungen und Ähnliches nach sich. In unserer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden helfen wir Dir mit dem neuesten Therapieprogramm, die wichtigen und richtigen Schritte zu gehen, um die Drogen-/Alkoholsucht zu beenden.

Effekte von Methylphenidat auf kontrolliertes, automatisiertes Verhalten (MPH_ET)

Bei vielen psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen finden sich Störungen der willentlichen Handlungskontrolle und/oder Veränderungen in der Ausbildung und Durchführung von automatisierten Verhaltensweisen. Lange wurde angenommen, dass es sich hierbei um getrennte Fähigkeiten und Prozesse handelt. Mittlerweile setzt sich jedoch die Erkenntnis durch, dass diese teils gegensätzlichen Prozesse miteinander interagieren und sich gegenseitig beeinflussen können. Welche Hirnregionen und Botenstoffe diese Interaktion vermitteln, ist bisher jedoch nur unzureichend erforscht.

Functional neuroanatomical and neurobiological modulators of interactive effects of volitional control and automatisms (SFB_MRS)

Bei vielen psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen finden sich Störungen der willentlichen Handlungskontrolle und/oder Veränderungen in der Ausbildung und Durchführung von automatisierten Verhaltensweisen. Lange wurde angenommen, dass es sich hierbei um getrennte Fähigkeiten und Prozesse handelt. Mittlerweile setzt sich jedoch die Erkenntnis durch, dass diese teils gegensätzlichen Prozesse miteinander interagieren und sich gegenseitig beeinflussen können. Welche Hirnregionen und Botenstoffe diese Interaktion vermitteln, ist bisher jedoch nur unzureichend erforscht. Um das komplexe Zusammenspiel dieser Faktoren besser verstehen zu können, bitten wir Sie im Rahmen dieser Studie um Ihre Mithilfe.

ADHS-Treatment - Effekte verschiedener Therapieformen auf motorische und attentionale Fertigkeiten sowie Handlungskontrollfunktionen

Annähernd die Hälfte der Kinder mit ADHS zeigen Beeinträchtigungen in ihren motorischen Fertigkeiten bzw. weisen eine UEMF auf. Durch ihre Verhaltensauffälligkeiten und motorische Ungeschicklichkeit kann es zum Ausschluss von sozialen Aktivitäten kommen. Dieser hat wiederum negative Auswirkungen auf die Psyche und den Selbstwert.Es gibt nur wenige Studien, die die Wirksamkeit von Behandlungsmöglichkeiten bei dieser Gruppe von Betroffenen erforscht haben. Wir wollen daher in unserer Studie untersuchen, welche Effekte die verschiedenen Behandlungsoptionen (Physiotherapie, Elterntraining, Neurofeedback und ggf. Medikation mit Methylphenidat) sowohl auf die AD(H)S-Symptome und eventuell bestehende motorische Probleme als auch auf diverse neurowissenschaftliche Parameter haben.

Anamnestische Marker von Entwicklungsstörungen

Anamnestische Daten zu Entwicklungsdaten werden in der Klinik routinemäßig erhoben. Es fehlen jedoch systematische Untersuchungen, inwieweit sich aus den anamnestischen Entwicklungsdaten konkrete Profile ergeben, die auf spätere spezifische Erkrankungen hinweisen. In dieser Studie sollen routinemäßig erhobene Entwicklungsdaten qualitativ mit einer gezielten Nachexploration verglichen und in Perspektive gesetzt werden zur klinischen Diagnose im Jugendalter.

Steigerung des Wohlbefindens bei Kindern mit ASS durch Unterstützung mittels Coenzym-Q10-reicher Ernährung

Unsere Studie untersucht, ob eine Q10-reiche Ernährung über 24 Wochen, und somit die Steigerung des Q10-Spiegels im Blut, das Wohlbefinden von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) steigert. Q10 (oder Ubiquinol, Ubichinol, Coenzym Q10) ist ein körpereigener Stoff, welcher zum Teil durch die Nahrung aufgenommen, aber auch im Körper selbst produziert wird. Es ist u.a. an der Energieproduktion und am Zellschutz beteiligt und schützt als starkes Antioxidans den Körper. Q10 ist ein vitaminähnlicher Stoff und wird derzeit auch als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt. In Untersuchungen zu Herzerkrankungen und Parkinson, wurde Q10 bereits eine positive Wirkung zugeschrieben.

Kann ich mein Kind riechen?

Können Eltern ihre Kinder am Geruch erkennen? Ändert sich unser Körpergeruch während der Entwicklung? Zu diesen Fragen erforschen wir im Rahmen einer großen Familienstudie die Einflüsse von genetischen und hormonellen Komponenten auf die Wahrnehmung von Körpergerüchen.